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Mit Termin ins Landratsamt

In vielen Bereichen des Landratsamtes Heilbronn ist es zur Erledigung der Anliegen im Normalfall nicht notwendig, dass Besucherinnen und Besucher persönlich im Landratsamt erscheinen. In den meisten Fällen können dringende Angelegenheiten telefonisch, postalisch oder per E-Mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern geklärt werden. Sollte jedoch der persönliche Besuch im Landratsamt notwendig sein, besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen.

Weiterer Schritt zur Ertüchtigung der Frankenbahn Bahnhöfe in Möckmühl und Osterburken werden ausgebaut

Die Ertüchtigung der Frankenbahn (Heilbronn-Würzburg) geht voran. Die Bürgermeister Ulrich Stammer (Möckmühl) und Jürgen Galm (Osterburken) sowie Sven Hantel, Leiter des Regionalbereichs Südwest der Sparte Netze der Deutschen Bahn, unterzeichneten im Rathaus Möckmühl die Planungsverträge für den Ausbau der Bahnhöfe Möckmühl, Züttlingen und Osterburken.  Der Ausbau Möckmühl/Züttlingen kostet ca. 3,9 Millionen Euro, für Osterburken sind es 3,4 Millionen Euro. Nach Abzug diverser Fördermittel hat die Stadt Möckmühl ca. 1,2 Millionen Euro zu tragen. Davon übernimmt der Landkreis Heilbronn die Hälfte. Bei der Stadt Osterburken verbleiben ca. 1,1 Millionen Euro. Sie kann mit Mitteln aus dem Ausgleichstock rechnen und auch mit einem Zuschuss des Neckar-Odenwald-Kreises.   

„Die Vertragsunterzeichnung ist der erste Schritt auf dem Weg zu grundlegenden Verbesserungen“, sagte Landrat Detlef Piepenburg im Möckmühler Rathaus und dankte für die Unterstützung der Institutionen und Abgeordneten. Sven Hantel betonte: „Ohne die Treiberrolle der Region würden wir heute hier nicht sitzen“. Die „Treiberrolle“ wirkt sich auf der Strecke in verschiedenen Bereichen bereits spürbar aus. Das Land hat die Einführung des Ein-Stunden-Taktes im Regionalbahn-Verkehr ab Dezember 2014 und im Regionalexpress-Verkehr ab Dezember 2015 zugesagt. Und seit 2010 führt die Verdichtung des Regionalexpress-Verkehrs an Nachmittagen bereits zum Ein-Stunden-Takt. Zudem werden bei mindestens 50 Prozent der Züge moderne Doppelstockwagen eingesetzt und in den alten Wagen im Laufe des Jahres die Polster nach und nach komplett erneuert. Auch im Regionalbahn-Verkehr gibt es an den Wochenenden inzwischen kleine Verbesserungen.  
 
Schon sehr lange laufen die Bemühungen, die Bahnstrecke zwischen Heilbronn und Würzburg (Frankenbahn) zu ertüchtigen und die Regionalexpress-Anbindung an den IC-Knoten Würzburg zu verbessern. Der Mangel liegt in einer geringen Fahrplansicherheit, häufigen Verspätungen zum und vom Fernverkehr und in Anschlussverlusten verbunden mit langen Wartezeiten. Auch die Regionalbahnverbindung auf dieser Strecke, auf der häufig uraltes Wagenmaterial eingesetzt wird, ist zur Erschließung des ländlichen Raumes stark verbesserungsbedürftig.

Als Landrat Detlef Piepenburg 2007 für den „Pakt Zukunft“ die politische Federführung zur Beseitigung dieser Frankenbahn-Mängel übernommen hatte, sprach er davon, dicke Bretter bohren zu müssen. Zunächst galt es, die unverkennbare Abwärtsspirale zu stoppen. Das ist gelungen. Und inzwischen wurde die Spirale in die andere Richtung gedreht.

Etwa 50 Millionen Euro seien nötig, um die Strecke fit zu machen, hieß es jahrelang. Um Fakten zu bekommen, regte Landrat Piepenburg an, ein Gutachten zu erstellen. Die Kosten von 167 000 Euro für das Gutachten bezahlten der Landkreis Heilbronn, der Main-Tauber-Kreis, der Neckar-Odenwald-Kreis, die Stadt Heilbronn, die IHK Heilbronn, die Handwerkskammer Heilbronn-Franken und der Arbeitgeberverband Region Franken. Die Expertise brachte zu Tage, dass die Verbesserungen nicht 50 Millionen Euro kosten, sondern mit 17 Millionen Euro zu bewerkstelligen sind.