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Mit Termin ins Landratsamt

In vielen Bereichen des Landratsamtes Heilbronn ist es zur Erledigung der Anliegen im Normalfall nicht notwendig, dass Besucherinnen und Besucher persönlich im Landratsamt erscheinen. In den meisten Fällen können dringende Angelegenheiten telefonisch, postalisch oder per E-Mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern geklärt werden. Sollte jedoch der persönliche Besuch im Landratsamt notwendig sein, besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen. 

Zulassungsstelle und Führerscheinstelle schließen früher
Wegen Wartungsarbeiten beim Kraftfahrt-Bundesamt schließen die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle am Mittwoch, 30. September 2020, bereits um 17 Uhr.  Die Ausgabe der Wartemarken in der Zulassungsstelle endet schon früher, um alle Vorgänge bis zur Schließung abarbeiten zu können.    

RadTourismustag - Oedheim Der Tourist als Botschafter für Radstrecken

Wie tickt der Radtourist, und was möchte er? Fragestellungen, die für Kommunen, aber auch für den Hotellerie- und Gastronomiebereich nicht unwichtig sind. Denn Untersuchungen haben ergeben, dass Radfahrer einen wesentlichen Teil zu den Umsätzen im Tourismus beitragen.
Wenn sich der Radtourist auf einer Radstrecke wohlgefühlt hat, wird er es weitererzählen. Deshalb ist die Beachtung seiner Bedürfnisse so wichtig.
Quelle: Heilbronner Stimme / Fotograf: Dennis Mugler

Anlässlich des Radtourismustages sind am Dienstag Verwaltungsmitarbeiter der Kommunen und Verantwortliche aus Hotellerie, Gastronomie und Fahrradläden in der Kochana in Oedheim zusammen gekommen, um Wissenswertes rund um das Thema Radverkehr und -tourismus zu erfahren. "Wir wollten beide Gruppen - die kommunale Seite und die Gastgeber-Seite - zusammenbringen", erklärt Tanja Seegelke von der Touristikgemeinschaft Heilbronner Land. "Der perfekt asphaltierte Radweg mit optimaler Beschilderung ist nicht attraktiv, wenn es keine entsprechende Gastronomie oder Übernachtungsmöglichkeiten am Radweg gibt - und umgekehrt."

"Der Radtourist ist im Durchschnitt 45 Jahre und älter, und er hat ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 2000 bis 3000 Euro. Der Großteil ist angestellt oder in Rente", informiert Andrea Tiffe vom Büro für Tourismus und Radverkehr "Radschlag" die Zuhörer. "Diese Leute haben Ansprüche." Aus diesem Grund genüge es nicht, einen guten Radweg anzubieten, um weiterempfohlen zu werden. "Der Radfahrer muss das Gefühl haben, dass er willkommen ist. Er muss überrascht werden." Mund-zu-Mund-Propaganda werde von ihm deshalb nur betrieben, wenn seine Vorstellungen übertroffen wurden.

Empfehlung Das Empfehlungsmarketing sei immens wichtig. "Ein Gast, der einmal eine Radstrecke gefahren ist, ist kein Stammgast. Er kommt höchstens in ein paar Jahren noch mal." Er könne aber Verwandten und Freunden die Strecke als "Botschafter" schmackhaft machen. Und so neue Touristen auf die Strecke locken. "Ein Merkmal für einen guten Radweg ist eine gute Beschilderung", erklärt Tiffe weiter. Denn eine Erhebung habe gezeigt, dass fast 70 Prozent die Ausschilderung vor Ort als Orientierung nutzen. Von GPS lassen sich hingegen nicht einmal 40 Prozent leiten. "Der Neckartalradweg ist mit vier Sternen für seine gute Beschilderung ausgezeichnet." Rund 30 Prozent der Radtouristen ziehen mittlerweile mit einem Pedelec durch die Lande. "Da wollen die Leute natürlich wissen, wo es Ladestationen und sichere Abstellanlagen auf der Strecke gibt." Das müsse in Informationsbroschüren und Webseiten dargestellt werden. Die Stationen könnten außerdem einheitlich mit einer "frechen, originellen Kommunikation" versehen sein, die unverwechselbar ist.

Als Dreh- und Angelpunkt sieht Tiffe auch die Gastgeber. Diese könnten ruhig mal vorbeikommende Radfahrer ansprechen und auf eine Apfelschorle einladen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass diese dann später ins Lokal kommen, ist fast 100 Prozent", verspricht sie.

"Radtourismus ist ein hart umkämpfter Markt. Denn Radfahren kann man fast überall", weiß Segeelke. "Der einzige Weg, um aus der Masse herauszuragen, ist ein mehr an Qualität, vor allem an Servicequalität und Gastfreundschaft, anzubieten." Und das gelinge nur durch die Gemeinschaftsarbeit von Kommune und Gastgeber.

Konzept

Veranstalter des Radtourismustages war die Touristikgemeinschaft Heilbronner Land in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Heilbronn und der Arbeitsgemeinschaft Kocher-Jagst. Vormittags und nachmittags fanden zentrale Vorträge für beide Gruppen statt. Zwei parallele Vortragsstränge dazwischen richteten sich zum einen an die kommunalen Vertreter mit Fokus auf den Auf- und Ausbau der Infrastruktur, zum anderen an die Touristiker und Leistungsträger mit Fokus auf Servicequalität.

(Quelle: Bericht - HN Stimme (fee)- 23.06.2016)