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Mit Termin ins Landratsamt

In vielen Bereichen des Landratsamtes Heilbronn ist es zur Erledigung der Anliegen im Normalfall nicht notwendig, dass Besucherinnen und Besucher persönlich im Landratsamt erscheinen. In den meisten Fällen können dringende Angelegenheiten telefonisch, postalisch oder per E-Mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern geklärt werden. Sollte jedoch der persönliche Besuch im Landratsamt notwendig sein, besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen.

Internationales Jahr der Wälder 2011 Holz aus dem Landkreis Heilbronn geht in alle Welt


"Wir kaufen unser Holz im Umkreis von rund 200 Kilometern ein, aber besonders gern kaufen wir beim Kreisforstamt Heilbronn ein", sagt Ulrich Scheuber-Häberlein aus Hardthausen, einer der Kunden des Kreisforstamts, dessen Produkte weltweit gefragt sind.

Diese Präferenz hat gleich mehrere Gründe. Zum einen liegt es an der Vielfalt der Baumarten und zum anderen an den ausgesprochen guten Holzqualitäten in der Region Heilbronn. Während bundesweit billigere Nadelbaumarten dominieren, machen hier alleine Buche und Eiche 50 Prozent der Wälder aus. „Hier wachsen qualitativ hochwertige Hartlaubhölzer, die national wie international begehrt sind“, betont Roland Hartz vom Kreisforstamt. Gefragt ist das Holz aber auch wegen seiner Zertifizierung sowohl nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) als auch nach FSC (Forest Stewardship Council).

Die Lieferkapazität des Kreisforstamts ist allerdings begrenzt. Das Prinzip der Nachhaltigkeit lässt Einschlag nur in einem begrenzten Maße zu. Nach Angaben von Roland Hartz produzieren die Waldarbeiter im Jahr rund 150 000 Festmeter. Etwa die Hälfte davon entfällt auf Stammholz, das Sägereien zu Brettern oder Latten verarbeiten. 15 000 Festmeter gehen in den Export. Hartz nennt Beispiele: Eiche aus der Region Heilbronn setzen Baumeister in Venedig dazu ein, Häuser zu gründen. Japaner benötigen Buchenholz für Fertighausteile und Möbel, Franzosen fragen nach Eichen für ihre Weinfässer.

Baumstämme geringerer Qualität verkauft das Kreisforstamt als Industrieholz. "Der größte Teil davon bleibt in Deutschland", erklärt Hartz. Seine Kunden verwandeln diesen Rohstoff zum Beispiel zu Papier oder zu Spanplatten. Für die Waldbesitzer ist erfreulich, dass die Nachfrage und die Preise steigen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Brennholz auf ständig steigendes Interesse stößt. Gut 30 000 Festmeter Unterländer Holzes wandern in die Öfen. Die Preise liegen inzwischen bei 55 - 65 Euro je Festmeter - deutlich mehr als noch vor ein paar Jahren. Der Jahresumsatz des Forstamts liegt insgesamt bei rund 10,5 Millionen Euro pro Jahr. Es betreut Staats-, Kommunal- und Privatwald.