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Mit Termin ins Landratsamt

In vielen Bereichen des Landratsamtes Heilbronn ist es zur Erledigung der Anliegen im Normalfall nicht notwendig, dass Besucherinnen und Besucher persönlich im Landratsamt erscheinen. In den meisten Fällen können dringende Angelegenheiten telefonisch, postalisch oder per E-Mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern geklärt werden. Sollte jedoch der persönliche Besuch im Landratsamt notwendig sein, besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen. 

Zulassungsstelle und Führerscheinstelle schließen früher
Wegen Wartungsarbeiten beim Kraftfahrt-Bundesamt schließen die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle am Mittwoch, 30. September 2020, bereits um 17 Uhr.  Die Ausgabe der Wartemarken in der Zulassungsstelle endet schon früher, um alle Vorgänge bis zur Schließung abarbeiten zu können.    

Landesinklusionspreis Baden-Württemberg: Kooperation zwischen Kaywaldschule und SCHUNK erhält Anerkennungspreis für erfolgreiche Inklusion

Dass Inklusion, also die selbstverständliche und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung, auch in der Industrie erfolgreich gelingen kann, zeigt die langjährige Kooperation zwischen der Kaywaldschule aus Lauffen am Neckar mit dem Kompetenzführer für Spanntechnik und Greifsysteme SCHUNK. Bei der Verleihung des Landesinklusionspreises Baden-Württemberg wurde die Kooperation mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Seit über zehn Jahren bereits kooperiert die Schule für geistig und körperbehinderte Kinder und Jugendliche des Landkreises Heilbronn mit dem Lauffener Hightech-Unternehmen. „Dabei geht es nicht um einen Akt der Mildtätigkeit“, betont Barbara Wittmann, Rektorin der Kaywaldschule, „sondern um eine echte Erprobung im Arbeitsleben mit allen Herausforderungen.“

Selbstverständliches Miteinander
Das integrative Konzept zur Teilhabe am Arbeitsleben, das die Kaywaldschule gemeinsam mit SCHUNK entwickelt hat, besteht aus mehreren Säulen: Eine Außenklasse mit neun Schülerinnen und Schülern ist unmittelbar im SCHUNK Ausbildungszentrum in Lauffen untergebracht. Im sozialen Miteinander lernen sowohl behinderte als auch nichtbehinderte Jugendliche, Stärken und Schwächen kennen, Barrieren abzubauen und wie selbstver-ständlich miteinander zu agieren.

So werden beispielsweise auf einer eigens für das Projekt angeschafften CNC-Maschine von den Kaywaldschülern ganz reguläre Aufträge aus der SCHUNK Fertigung bearbeitet. Im gemeinsamen Unterricht, den sowohl Lehrer der Kaywaldschule als auch SCHUNK-Ausbilder halten, bereiten sich die Jugendlichen sowohl theoretisch als auch praktisch auf das spätere Berufsleben vor. Mehr noch: Schüler mit Behinderungen können bei SCHUNK einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt kennenlernen, mit allen Anforderungen an Anpassung, Mobilität und Leistungsbereitschaft. So mancher ehemalige Kaywaldschüler arbeitet heute ganz regulär im Betrieb.

Darüber hinaus erledigen die Schüler unterschiedliche Aufgaben im Dienstleistungsbereich von SCHUNK. Das auf diese Weise erwirtschaftete Entgelt fließt in den Unterhalt der eigens für die Schüler eingerichteten Trainingswohnung. Das Ziel all dieser Aktivitäten sei es, so Schulleiterin Barbara Wittmann, „Wahlmöglichkeiten und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen zu sichern und ihnen damit eine inklusive Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Vorgaben der Behindertenrechtskonvention werden auf diese Weise vorbildlich umgesetzt.“

Im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung zur Verleihung des Landesinklusionspreises Baden-Württemberg durch Sozialministerin Katrin Altpeter wurden insgesamt zwölf Projekte Projekte aus den Kategorien „Wohnen“, „Freizeit, Kultur und Sport“, „Bildung und Erziehung“ sowie „Arbeiten“ mit ersten, zweiten und dritten Preisen ausgezeichnet. Zudem erhielten 38 für den Landesinklusionspreis nominierte Projekte einen Anerkennungspreis in Höhe von jeweils 1.000 Euro, darunter auch das Kooperationsprojekt zwischen Kaywaldschule und SCHUNK. „Die Nominierung unseres Projekts zeigt, dass auch Industrieunternehmen in der Lage sind, eine gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten am Arbeitsleben umzusetzen“, betont SCHUNK-Ausbildungsleiter Rainer Sigmund. „Wir wünschen uns, dass viele Unternehmen in Baden-Württemberg dem Beispiel folgen, um dem selbstverständlichen Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten in unserer Gesellschaft noch mehr Raum zu geben.“