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Pflegeheime

Welches Pflegeheim ist das richtige?

Die Wahl eines Heimplatzes kann unter ganz verschiedenen Gesichtspunkten getroffen werden.
Kreis mit alten Menschen, die sich einen Ball zuwerfen.
Quelle: Deutsches Rotes Kreuz Heilbronn

Wichtige Aspekte sind unter anderem:

  • Lage des Hauses, Ausstattung, Leistungen, Kosten, Atmosphäre des Hauses
  • Die besondere Betreuung dementiell Erkrankter
  • Engagement von Ehrenamtlichen und Offenheit einer Einrichtung. 
  • Persönlicher Eindruck durch Besichtigung und Gespräche mit der Heimleitung

Informieren Sie sich hier rund um das Thema Pflegeheime, Kurzzeit- und Tagespflege

Zwischen Heim und dem künftigen Bewohner muss ein schriftlicher Heimvertrag geschlossen werden. Darin sind detailliert die Leistungen und die Kosten des Pflegeheimes geregelt. Werden die vereinbarten Leistungen nur mangelhaft erbracht, können sich der Betroffene oder die Angehörigen direkt an den Heimträger oder die Heimaufsicht des Landratsamtes wenden und sich dort beraten lassen.


Bei den Heimkosten wird zwischen Regelleistungen und Zusatzleistungen unterschieden. Die Regelleistungen setzen sich zusammen aus den Kosten für den allgemeinen Pflegebedarf (pflegebedingte Aufwendungen), die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (Hotelkosten), den Investitionskosten (Miete, Inventar) und einer Ausbildungsumlage.

Übernahme der Pflegekosten
Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Kosten, wenn der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) einen Pflegegrad festgelegt hat. Die anderen Kostenanteile muss der Pflegebedürftige selbst tragen. Ab dem Pflegegrad 2 bleibt der zu entrichtende Eigenanteil in einem Heim immer derselbe.

Die Pflegekasse zahlt monatlich bis zu:

  •    770 € bei Pflegegrad 2
  • 1.262 € bei Pflegegrad 3
  • 1.775 € bei Pflegegrad 4
  • 2.005 € bei Pflegegrad 5


Personen mit Pflegegrad 1 erhalten einen Kostenbeitrag von 125 €.

Die Frage der Finanzierung ist unbedingt vor dem Einzug ins Heim genau zu klären und ein entsprechender Antrag bei der Pflegekasse zu stellen.

Sofern diese Kosten aus eigenem Einkommen und Vermögen nicht oder nicht mehr bezahlt werden können, ist eine Übernahme der nicht gedeckten Kosten durch die Sozialhilfe / Kriegsopferfürsorge möglich.

Sämtliche Pflegeheime nehmen Pflegebedürftige auch als Kurzzeitpflegegast für einen festgelegten Zeitraum auf. Dies dient der Entlastung pflegender Angehöriger, z.B. bei Urlaub, Krankheit oder Kur oder auch zur Überbrückung von besonderen Belastungen in der häuslichen Pflege. Während der Kurzzeitpflege von einigen Tagen (z. B. Wochenendaufenthalte) bis vier Wochen wird der ältere Mensch rund um die Uhr in einem Heim betreut und gepflegt. 

Finanzierung durch Pflegekassen
Die Pflegekassen übernehmen einen Kostenanteil der pflegebedingten Aufwendungen von bis zu 1.612 € für bis zu 8 Wochen Kurzzeitpflege im Jahr. Zur Finanzierung können auch Leistungen der Verhinderungspflege oder der Entlastungsbetrag eingesetzt werden. Sofern die verbleibenden Kosten nicht aus eigenen Mitteln aufgebracht werden können, besteht die Möglichkeit, Sozialhilfe zu beantragen.

Die Tagespflege richtet sich an Menschen, die wegen psychischer oder körperlicher Leiden auf Hilfe angewiesen sind und abends sowie am Wochenende ausreichend versorgt sind. Mit der Möglichkeit, auch einzelne Wochentage in Anspruch zu nehmen, kann sie pflegende Angehörige bei der häuslichen Pflege wesentlich unterstützen und ergänzen. Die Tagespflege kann regelmäßig für einzelne Wochentage oder auch für die ganze Woche in Anspruch genommen werden.

Die Tagespflege bietet ihren Gästen eine abgerundete Tagesgestaltung, die Mahlzeiten und pflegerische und aktivierende Maßnahmen mit einschließt. Die Tagespflegegäste werden in einer eigenständigen Tagespflegegruppe oder gemeinsam mit Heimbewohnern auf dem Wohnbereich des Heimes betreut. Viele Einrichtungen bieten einen Fahrdienst an.

Bei der Tagespflege übernehmen die Pflegekassen für die reinen Pflegekosten monatlich einen Anteil von bis zu:

  •    689 € bei Pflegegrad 2
  • 1.298 € bei Pflegegrad 3
  • 1.612 € bei Pflegegrad 4
  • 1.995 € bei Pflegegrad 5

Sofern diese Kosten aus eigenem Einkommen und Vermögen nicht oder nicht mehr bezahlt werden können, ist eine Übernahme der nicht gedeckten Kosten durch die Sozialhilfe / Kriegsopferfürsorge möglich.

Zusätzliche freiwillige Qualitätsüberprüfungen, die Entwicklung gemeinsamer Standards und voneinander Lernen sind Kernelemente des Qualitätssicherungsverbundes stationärer Pflegeeinrichtungen im Landkreis Heilbronn.

Unter der Moderation des Landkreises haben sich bereits 1997 mehrere Heime zu einem Qualitätssicherungsverbund (QSV) zusammengeschlossen. Gemeinsam wurden über die Jahre Qualitätskriterien für die Heime erarbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Einmal jährlich finden in allen Mitgliedseinrichtungen gegenseitige Heimbegehungen zur Überprüfung und kollegialen Beratung statt.

Der Landkreis sieht im Qualitätssicherungsverbund – ergänzend zur Heimaufsicht – ein wirksames Instrument zur Weiterentwicklung und Steigerung der Qualität der stationären Altenhilfe im Landkreis.

Ansprechpartner

Martin Erdmann
Altenhilfe-Fachberater
Zimmer: 366
07131 994-421

Allgemeine Öffnungszeiten des Landratsamtes

Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr Mittwoch 13:30 bis 18 Uhr