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Mit Termin ins Landratsamt

In vielen Bereichen des Landratsamtes Heilbronn ist es zur Erledigung der Anliegen im Normalfall nicht notwendig, dass Besucherinnen und Besucher persönlich im Landratsamt erscheinen. In den meisten Fällen können dringende Angelegenheiten telefonisch, postalisch oder per E-Mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern geklärt werden. Sollte jedoch der persönliche Besuch im Landratsamt notwendig sein, besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen.

Tu's aus Liebe: Aufmerksam abbiegen!

Wer beim Abbiegen auf seine Mitmenschen achtet, trägt zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei und beugt Unfällen vor. Der Landkreis Heilbronn gibt Tipps, wie Fußgänger, Rad- und Autofahrer sicher ans Ziel kommen - für ein gutes Miteinander auf den Straßen.
Quelle: AGFK BW

Rund ein Viertel der Zusammenstöße zwischen Rad- und Autofahrer sind auf Fehler beim Abbiegen zurückzuführen - sofern der Autofahrer der Hauptunfallverursacher ist. Um unbeschadet ans Ziel zu kommen, gilt für alle Verkehrsteilnehmer: Lieber einmal auf die Vorfahrt verzichten, statt offensiv auf das eigene Recht zu beharren.

Schau mir in die Augen!
Im Sinne eines freundlichen Miteinanders: Suchen Sie den Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern und verständigen Sie sich miteinander. So gelingt ein Abbiegen ohne Missverständnisse garantiert.

Ein Zeichen setzen!
Nur wenn deutlich erkennbar ist, in welche Richtung Sie fahren möchten, ist es für Ihr Gegenüber möglich, darauf zu reagieren. Deswegen: Setzen Sie den Blinker frühzeitig, wenn Sie im Auto sitzen, und geben Sie ein Handsignal, wenn Sie auf dem Fahrrad abbiegen möchten.
Ein Beispiel: Autofahrer dürfen Radwege, Schutz- und Radfahrstreifen überfahren, wenn sie auf einen Parkplatz einbiegen oder in eine andere Straße abbiegen möchten. Zwar hat der Radfahrer Vorfahrt, doch es gilt: Als Radfahrer lieber abbremsen, wenn Sie ein blinkendes Auto sehen. Getreu dem Motto "Miteinander statt gegeneinander" denken Sie mögliche Fehler des Autofahrers mit.

Tipps für Autofahrer: Augen auf im Straßenverkehr
Häufig entstehen Unfälle durch Unachtsamkeit. Deswegen: Smartphone in die Tasche, Konzentration auf die Fahrbahn. Wer beim Abbiegen den Schulterblick macht, sieht seine Mitmenschen und reduziert das Unfallrisiko – das gilt auch für Radfahrer. Denn mit einem Blick über die Schulter rücken Fußgänger, die die Straße überqueren möchten, ins Blickfeld und die freuen sich, wenn man ihnen den Vortritt lässt, der ihnen zusteht.


Liebe Autofahrer, achten Sie in freigegebenen Einbahnstraßen auf Radfahrer. Diese dürfen Einbahnstraßen in beide Richtungen befahren. Besonders beim Abbiegen gilt es also, den Gegenverkehr auf zwei Rädern im Auge zu behalten. Aber auch Radfahrer können zu einem sicheren Miteinander beitragen: Bremsen Sie im Zweifel ab, wenn Sie nicht sicher sind, dass die Autofahrer Sie gesehen haben.

Der Tote Winkel – ein letzter Tipp für alle
Trotz der Spiegel gibt es bei einigen Fahrzeugen noch immer einen Bereich, den Sie als Fahrzeuglenker nicht einsehen können. Denken Sie deswegen an den Schulterblick, sofern dieser im Fahrzeug möglich ist.
Und obwohl Lastwagen heute mit mehr Spiegeln ausgerüstet sind als noch vor ein paar Jahren, beachten Sie, dass die Koordination der Spiegel häufig eine Herausforderung ist, so dass schnell herbeifahrende Radfahrer übersehen werden können.
Für Radfahrer und Fußgänger gilt die Faustregel: Wenn Sie den Fahrer nicht sehen können, kann auch er Sie nicht sehen. Halten Sie deswegen besser hinter Fahrzeugen und nicht rechts neben ihnen.

Tu’s aus Liebe
Wer im Straßenverkehr defensiv fährt, statt offensiv auf sein Recht zu beharren, trägt zu einem freundlichen und gelassenen Miteinander auf den Straßen bei. So klappt es auch mit dem sicheren Abbiegen. Der Landkreis Heilbronn hat bereits Ende April 2016 auf das Thema „Schulterblick“ aufmerksam gemacht. In Kooperation mit Bäckereien sowie der Zulassungsstelle des Landkreises wurden Autofahrer wie Radfahrer mit einer Brötchentüte und der Broschüre „Ich und die Anderen“  daran erinnert, vor dem Abbiegen einen Blick über die Schulter zu werfen.

Die Broschüre „Ich und die Anderen“ mit Tipps für ein gutes Miteinander im Straßenverkehr finden Sie auch online unter: www.landkreis-heilbronn.de/fahrrad unter „Sicher unterwegs“.

Die AGFK-BW e. V.
Das Landratsamt Heilbronn will den Radverkehr nachhaltig voranbringen und ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW). Die AGFK-BW ist ein Netzwerk von zurzeit 56 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln – für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. Ein besonders wichtiges Anliegen ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit von Radfahrern. Deswegen setzt die AGFK-BW 2015 und 2016 gemeinsam mit ihren Mitgliedskommunen die Kampagne „Tu’s aus Liebe“ um, die für ein sicheres und rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr wirbt. Mehr Informationen zur Kampagne gibt es auf der Webseite der AGFK-BW: http://www.agfk-bw.de/tus-aus-liebe/.