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Mit Termin ins Landratsamt

In vielen Bereichen des Landratsamtes Heilbronn ist es zur Erledigung der Anliegen im Normalfall nicht notwendig, dass Besucherinnen und Besucher persönlich im Landratsamt erscheinen. In den meisten Fällen können dringende Angelegenheiten telefonisch, postalisch oder per E-Mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern geklärt werden. Sollte jedoch der persönliche Besuch im Landratsamt notwendig sein, besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen.

Beim Besuch des Landratsamtes muss eine medizinische Maske (OP- oder FFP2-Maske) getragen werden. 

05.02.2021 Warum sich Trennen und Recyceln lohnt: Altglas

Recycling-Symbol: Drei Pfeile (Verwertungskreislauf).
Quelle: Landratsamt Heilbronn

Von konsequentem Wertstoffrecycling profitieren alle Seiten: Bürger, Umwelt, Wirtschaft. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Heilbronn sammelt in seinen Entsorgungseinrichtungen viele verschiedene Stoffe. Doch welchen Weg nehmen Altglas, Kunststoffe und Co.? Welchen Nutzen bringt Recycling? Antworten auf diese Fragen gibt der Abfallwirtschaftsbetrieb an dieser Stelle. Alle zwei Wochen stellt er in einer neuen Serie verschiedene Wertstoffe und Stoffkreisläufe vor.

Unser Thema heute: Altglas

Wie funktioniert die Sammlung?
Der Landkreis Heilbronn bietet über alle 46 Kommunen verteilt ein flächendeckendes Netz von über 400 Containerstandplätzen. Für Behälter-Altglas stehen dort Container für grünes, braunes und weißes Glas zur Verfügung. Blaue oder weitere Farben gehören in den Container für Grünglas.

Die Farbtrennung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den funktionierenden Rohstoffkreislauf. Nach Farben getrenntes Altglas ist viel hochwertiger als gemischtes Glas. Drei-Kammer-Fahrzeuge sorgen dafür, dass das Material auf den Transportwegen zu Aufbereitung und Verwertung absolut farbrein bleibt. Bei grünem Glas können wesentlich mehr Fehlfarben beigemischt werden, ohne dass die Qualität des neu produzierten Glases darunter leidet.

Zahl des Tages: Die Landkreis-Bürger geben im Jahr rund 8.000 Tonnen Altglas ab. In Deutschland sind es etwa zwei Millionen Tonnen.

Wie wird Altglas aufbereitet?
Die beauftragten Unternehmen sortieren das Altglas nach, bevor es zerkleinert wird. Anschließend entfernen Magnete und Luftabsauger Verunreinigungen. Am Ende des Prozesses ist ein schmelzofenfertiges Glasgranulat entstanden, das qualitativ den ursprünglichen Rohstoffen entspricht. Glashütten vermischen das aufbereitete Altglas mit den natürlichen Rohstoffen Sand, Soda, Kalk und Zuschlagstoffen. Dieses Gemisch wird erhitzt, in die Formmaschine geleitet und dort zu einem neuen Behälter ausgeblasen.

Altglas kann unendlich oft eingeschmolzen und zur Herstellung neuer Produkte genutzt werden. Dank seiner glatten und chemisch unangreifbaren Oberfläche lässt es sich hygienisch reinigen und in Mehrwegsystemen bis zu fünfzigmal neu befüllen.

Glasrecycling dient der Umwelt in vielfacher Weise.
Natürliche Ressourcen schonen: Altglas hilft, den Einsatz natürliche Rohstoffe wie Sand, Soda und Kalk um fast 90 Prozent zu reduzieren.

Energieverbrauch senken: Mit dem Einsatz von Altglas lässt sich bei der Glasherstellung ein Drittel der Energie einsparen.

Emissionen verringern: Da weniger Energie eingesetzt werden muss, entstehen beim Schmelzprozess weniger Staub, Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2) und Kohlendioxid (CO2). Und: Der geschlossene Kreislauf verringert die Abfallmenge.

Deshalb lohnt es sich, Altglas im richtigen Container zu entsorgen. 

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