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RadKultour 2018 Wer sammelt die meisten Kilometer?

RadKultour 2018
Quelle: Hannes Lang

Die Leintalkommunen Leingarten, Massenbachhausen und Schwaigern zeigten Geschlossenheit. Gemeinsam starteten sie am Sonntag bei optimalem Wetter ins Stadtradeln 2018. Rund 100 Radler hatten sich vor dem Leingartener Rathaus eingefunden. Sandra Holte vom Landratsamt Heilbronn freute sich: Mit so vielen Teilnehmern wurden die Erwartungen der Organisatorin der Veranstaltung weit übertroffen.

Vorbildfunktion übernahmen die Bürgermeister Ralf Steinbrenner (Leingarten), Nico Morast (Massenbachhausen) und Sabine Rotermund (Schwaigern) und einige Gemeinderäte, die sich auf den Sattel schwangen. Wettbewerb Der Wettbewerb Stadtradeln, der im Rahmen der Radkultour veranstaltet wird, ruft dazu auf, durch Radfahren im Alltag möglichst viele Kilometer zu sammeln und damit nicht nur etwas für die Gesundheit tun, sondern gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 14 Städte und Gemeinden im Landkreis und auch die Stadt Heilbronn nehmen vom 10. bis 30. Juni daran teil. Sandra Holte, die ebenfalls mitfuhr, lobte die gute Kooperation zwischen Landratsamt, Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand und den Gemeinden.

Dieter Schnetz kam mit seinem E-Bike aus Stein am Kocher angeradelt. Etwa eineinhalb Stunden habe er für die 30 Kilometer lange Wegstrecke gebraucht, erzählt der 80-Jährige: „Ich bin in aller Seelenruhe hergefahren“, sagt der sportliche Oldie. Der ehemalige Massenbachhausener Bürgermeister Erich Schott (77) hatte es längst nicht so weit. Er sei gespannt auf die rund 20 Kilometer lange Radtour. Heinz Blinzinger und seine Frau Martina wollten etwas für ihre Gesundheit tun. Das Leingartener Ehepaar betrachtete die Tour als Training für ihre bevorstehende Alpenüberquerung an den Gardasee. Auch sie waren gespannt, was sie auf der kulturell-kulinarischen Radtour in Leintal alles zu sehen bekommen. Bevor es los ging, konnten die Teilnehmer ihr Fahrrad von Profis noch kostenlos überprüfen lassen.

Tour
„Wir wollen heute zeigen, dass man das Auto auch stehen lassen kann“, sagte Ralf Steinbrenner. Er lobte die gute Zusammenarbeit der drei Nachbargemeinden. Erstmals sei es gelungen, ein interkommunales Radfahrevent auf die Beine zu stellen. „Fahrradfahren ist im
Trend“, sagt Steinbrenner. Die gute Beteiligung beweise, dass das Radfahren bei der Bevölkerung als ökologische Alternative immer mehr ins Bewusstsein rücke, meinte Schwaigerns Bürgermeisterin Sabine Rotermund.

Tourenleiter Wolfgang Keimp aus Niederhofen erklärte die Verhaltensregeln während der Fahrt und den Verlauf der mit Sehenswürdigkeiten gespickten Strecke: Entlang der Felder führt die überwiegend auf Radwegen gefahrene Tour zunächst Richtung Massenbach, dann zur ersten Sehenswürdigkeit, einem römischen Gutshof, der früheren Villa Rustica.
In Massenbachhausen steht eine Besichtigung des renovierten Firminushauses auf dem Programm. Weiter geht es Richtung Gemmingen, zurück über die Römerhöfe zur Schwaigerner Stadtkirche, deren Schätze wie den Barbara-Altar des Malers Jörg Ratgeb die Stadt- und Erlebnisführerin Wiltrud Wolfstädter zeigt und erläutert. Abschluss ist das mit einer Kellerführung verbundene Kelterfest der Heuchelberg-Weingärtner.

„Die gemeinsame Fahrt ist problemlos verlaufen“, resümiert Sandra Holte. Es habe bis auf zwei Plattfüße, die schnell repariert werden
konnten, keine weiteren Pannen gegeben. „Den Teilnehmern hat die Radkultour mit dem gelungenen Abschluss sehr gut gefallen.“


Anmeldung
Im Internet kann man sich anmelden: www.stadtradeln.de. Die gesammelten Radfahrkilometer der Teams und Kommunen werden dort im Online-Radelkalender oder über die App Stadtradeln eingetragen. Preise gibt es im Landkreis Heilbronn für das radaktivste Team, die radaktivste Schulklasse, Radpendlerteam und die radaktivste Kommune.

(Quelle: Heilbronner Stimme 13. Juni 2018, Autor Josef Staudinger)