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19.10.2026 Kreisberufsschulzentrum Böckingen: Kreistag gibt grünes Licht für Neubau

In seiner Sitzung am Montag, 19. Oktober, in der Deutschmeisterhalle Gundelsheim hat der Kreistag die Weichen für den Neubau des Kreisberufsschulzentrums gestellt. Es wird unweit des Standorts im Heilbronner Stadtteil Böckingen entstehen, auf dem die Andreas-Schneider- und die Christiane-Herzog-Schule derzeit angesiedelt sind. Beide Berufsschulen sind in der Trägerschaft des Landkreises Heilbronn. 

Der bisherige Komplex aus fünf Haupt- und mehreren Nebengebäuden, errichtet in mehreren Bauabschnitten zwischen 1975 und 1994, ist baulich und technisch in mehreren wesentlichen Bereichen nicht mehr zeitgemäß und weist gravierende Mängel auf. In die Barrierefreiheit müsste ebenso investiert werden wie in den Brandschutz. Auch energetisch sowie haustechnisch besteht erheblicher Handlungsbedarf. Die Sporthalle ist bereits seit 2024 aufgrund statischer Mängel für den Schulbetrieb gesperrt.

Land stimmt Aufgabe der Bestandsgebäude zu und fördert Neubau
Aufgrund des enorm hohen Sanierungs- und Erweiterungsbedarfs bei gleichzeitig fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten hatte die Verwaltung dem Gremium einen vollständigen Ersatzneubau an einem anderen Standort empfohlen. Das Land Baden-Württemberg hat der Aufgabe der Bestandsgebäude bereits zugestimmt und eine grundsätzliche Förderfähigkeit des Ersatzneubaus bestätigt.

Zur Vorbereitung und zur Unterstützung der Verwaltung bei diesem Großprojekt wird ein Beratungsgremium aus Mitgliedern des Kreistags gebildet.

Auf Basis einer Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Drees & Sommer wurde für den Bau des neuen Kreisberufsschulzentrums ein vorläufiger Kostenrahmen von 200 Millionen Euro ermittelt. Aktuell rechnet die Verwaltung mit rund 105 Millionen Euro an Landesmitteln, zusätzlich stehen Fördergelder aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastrukturprojekte zur Verfügung. 

„Bei diesem Projekt handelt es sich um die bislang größte Einzelinvestition in der Geschichte unseres Landkreises“, zeigt sich Landrat Norbert Heuser erfreut über die Entscheidung des Gremiums. „Wir schauen angesichts der aktuellen Finanzlage natürlich auf jeden Euro, den wir in die Hand nehmen. Woran wir aber niemals sparen dürfen, sind Bildung und Ausbildung. Denn was wir hier an Investitionen unterlassen, kommt uns als Gesellschaft in jeder Hinsicht um ein Vielfaches teurer.“