Der Kreistag des Landkreises Heilbronn und der Gemeinderat der Stadt Heilbronn haben am heutigen Montag die Umsetzung der SLK-Medizinstrategie 2030 beschlossen.
Heilbronn, 27. Juli 2026 – Die Entscheidung von Kreistag und Gemeinderat sieht die vollständige Verlagerung aller medizinischen Fachbereiche der Fachklinik Löwenstein an die Standorte in Heilbronn und Bad Friedrichshall sowie weitere Verlagerungen zwischen den Standorten Gesundbrunnen und Plattenwald vor.
Damit haben die Gesellschaftergremien eine richtungsweisende Entscheidung getroffen, die Versorgung in der Region langfristig verlässlich und qualitativ hochwertig sicherzustellen. „Ich freue mich über das starke Signal, das von diesem Beschluss ausgeht“, zeigt sich SLK-Geschäftsführer Georg Schmidt zufrieden. „Damit haben wir klare Leitplanken, an denen wir die Entwicklung unseres Klinikverbundes in den kommenden Jahren ausrichten. Diese langfristige strategische Unterstützung durch unsere Gesellschafter gibt uns Sicherheit und lässt uns positiv in die Zukunft blicken.“ Hintergrund des Beschlusses sind tiefgreifende Veränderungen im Gesundheitswesen mit neuen gesetzlichen Vorgaben, insbesondere die Krankenhausreform des Bundes, steigende Anforderungen an Qualität und Spezialisierung sowie Fachkräftemangel und wirtschaftliche Herausforderungen, vor denen Krankenhäuser deutschlandweit stehen.
Intensiver Prozess
„Ich bin den Mitgliedern des Kreistages und des Gemeinderates dankbar für die heutige Entscheidung“, sagt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der SLK-Kliniken, Landrat Norbert Heuser. „Damit tun wir das, was notwendig ist. Wir übernehmen Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Menschen in unserer Region – nicht nur für die kommenden Jahre, sondern für die kommenden Jahrzehnte. Wir stellen damit sicher, dass der SLK-Verbund auch unter veränderten Rahmenbedingungen leistungsfähig bleibt und seine Patienten weiterhin bestmöglich versorgen kann.“
Der Beschluss ist das Ergebnis eines intensiven und ausführlichen Prüfungs-, Analyse- und Beteiligungsprozesses, in dessen Rahmen unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten für die SLK-Kliniken untersucht und hinsichtlich des medizinischen Leistungsspektrums, der Infrastruktur, der Fördermöglichkeiten, der personeller Anforderungen und der Wirtschaftlichkeit bewertet wurden. „Die Diskussion der vergangenen Monate hat gezeigt, wie wichtig die SLK-Kliniken für die Menschen in Stadt und Landkreis Heilbronn sind. Die Entscheidung ist nach intensiver Abwägung getroffen worden. Dabei standen jederzeit die Qualität der Patientenversorgung, die Zukunftsfähigkeit des Klinikverbundes und die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden im Mittelpunkt“, sagt Oberbürgermeister und SLK-Aufsichtsratsvorsitzender Harry Mergel.
Hoher Anspruch
Die heutige Entscheidung sieht zudem vor, dass die Geschäftsführung der SLK-Kliniken im Zuge der weiteren Planung und Umsetzung der SLK-Medizinstrategie 2030 die organisatorische und standortbezogene Ausgestaltung des Lungenzentrums unter medizinischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Im Rahmen der Umsetzung wird festgelegt, ob das Lungenzentrum, wie bislang vorgesehen, auf zwei Standorte verteilt oder ob eine Verortung an einem Standort die langfristig bessere Lösung ist. Der Auftrag zur Ausgestaltung des Lungenzentrums trägt damit dem hohen fachlichen Anspruch und der Bedeutung dieses Themenbereichs für die zukünftige Entwicklung des Klinikverbundes Rechnung. „Ein großer Teil der Arbeit beginnt jetzt. In den kommenden Monaten wird es darum gehen, die beschlossenen Schritte sorgfältig zu planen und mit der Umsetzung zu beginnen. Während dieses Prozesses bleibt es unser Anspruch, Mitarbeitende, Öffentlichkeit und politische Gremien transparent über die weitere Entwicklung zu informieren“, erklärt SLK-Geschäftsführer Georg Schmidt.
Versorgung und Arbeitsplätze gesichert
Für Patienten ergeben sich aus der heutigen Entscheidung keine unmittelbaren Veränderungen. Die medizinische Versorgung an allen Standorten der SLK-Kliniken wird unverändert fortgeführt. Außerdem gilt: Jedem Mitarbeitenden, der seinen Standort wechseln muss, wird weiterhin ein Arbeitsplatz bei den SLK-Kliniken angeboten.