Bei seiner Sitzung am Montag, 4. Mai 2026, in der Franz-Binder-Verbundschule Neckarsulm hat der Kreistag des Landkreises Heilbronn mit großer Mehrheit dem Haushaltsplan der Verwaltung für das Jahr 2026 zugestimmt.
In ihre Finanzplanungen eingestiegen ist die Kreisverwaltung im Sommer 2025 mit einer dramatischen Erkenntnis: Ohne Konsolidierungsmaßnahmen stünde am Ende ein erhebliches Defizit von 53 Millionen Euro. Durch eine konsequente Analyse der Einnahmen- und Ausgabenseite konnte die Verwaltung Einsparpotenziale in Höhe von über 20 Millionen Euro realisieren. Im Zusammenspiel mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Hebesatzerhöhung bei der Kreisumlage um zwei Prozentpunkte auf 30 Prozent reduziert sich dieser Fehlbetrag auf gut elf Millionen Euro. Damit profitieren die Kreiskommunen von einer im Landesvergleich weiterhin sehr niedrigen Kreisumlage.
„Der Kreis und die Kommunen haben mit dem Haushalt 2026 Handlungsfähigkeit bewiesen“, betont Landrat Norbert Heuser. „Mit Blick auf die dramatische Finanzsituation der Kommunen und damit auch des Landkreises Heilbronn ist es die wichtigste Aufgabe der neuen Landesregierung, die Handlungsfähigkeit der kommunalen Ebene wiederherzustellen.“
Jetzt ist es an Bund und Land, so Heuser weiter, Aufgaben und Standards sowie deren Finanzierung durch konsequente Gesetze und den Mut zu wirklichen Reformen ins Gleichgewicht zu bringen. „Ohne diese Bereitschaft in Berlin und Stuttgart wird es auch 2027 nicht möglich sein, trotz konsequenter Haushaltskonsolidierung vor Ort den Haushalt auszugleichen.“
Insbesondere die weiter stark ansteigenden Sozialleistungen und hier vor allem die Eingliederungshilfe und die Jugendhilfe erhöhen den Finanzbedarf des Landkreises.