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Umschreibung eines ausländischen Führerscheins EU/EWR-Staaten (prüfungsfrei)

Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis dürfen für den Zeitraum ihres begrenzten Aufenthaltes im Umfang ihrer Berechtigung im Inland Kraftfahrzeuge führen, wenn sie hier keinen Wohnsitz haben, gemäß § 29 Abs. 1 der Fahrerlaubnis Verordnung (FeV).

Inhaber einer gültigen und rechtmäßig erworbenen EU- oder EWR-Fahrerlaubnis, die ihren ordentlichen Wohnsitz  in der Bundesrepublik Deutschland haben, dürfen i. d.R. im Umfang ihrer Berechtigung Kraftfahrzeuge im Inland führen. Auflagen zur ausländischen Fahrerlaubnis sind auch im Inland zu beachten nach § 29 Abs. 1 der Fahrerlaubnis Verordnung (FeV).

Führerscheine aus EU- oder EWR-Mitgliedsstaaten brauchen somit, auch bei Wohnsitzbegründung in Deutschland, nicht umgeschrieben werden.

Mit befristeten EU- bzw. EWR-Fahrerlaubnissen der Klassen C, CE, D, D1, D1E und DE oder Klassen, die diesen entsprechen, dürfen entsprechende Kraftfahrzeuge trotz einer möglicherweise längeren Geltungsdauer im Ausstellungsstaat nur noch 6 Monate in der BRD geführt werden, wenn bei Erstanmeldung in der BRD Inhaber diese Fahrerlaubnis mehr als fünf Jahre besitzen oder das 50. Lebensjahr vollendet haben.

Befristete EU- bzw. EWR- Fahrerlaubnisse der Klassen C1 und C1E oder Klassen, die diesen entsprechen, dürfen bei Vollendung des 50. Lebensjahres ebenfalls nur noch für 6 Monate genutzt werden.
Dann müssen diese Fahrerlaubnisse nach den Bedingungen der Fahrerlaubnisverordnung umgeschrieben werden.

Voraussetzungen:

  • Hauptwohnsitz im Landkreis Heilbronn (Falls Sie im Stadtkreis Heilbronn wohnen, ist die Führerscheinstelle der Stadt Heilbronn (siehe Link unten) für Sie zuständig).
  • Sie besitzen einen ausländischen Führerschein aus einem Nicht-EU-Staat.
  • Sie müssen an einer Fahrschule eine theoretische und praktische Fahrprüfung ablegen.

Sie besitzen einen Führerschein aus einem der folgenden Staaten:

EU: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Großbritannien, Italien, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.
EWR: Island, Liechtenstein, Norwegen.

Antragstellung:
Der Antrag muss persönlich beim Bürgermeisteramt gestellt werden. Dort gibt es auch die Anträge. Eine Vertretung zur Antragstellung ist nicht möglich.

Benötigte Unterlagen:

Für die Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L oder T:

  • Gültigen Personalausweis bzw. Pass
  • Ein aktuelles biometrisches Lichtbild (35 x 45 mm)
  • Kopie des ausländischen Führerscheins. Der ausländische Führerschein muss zum Zeitpunkt der Beantragung der Umschreibung noch gültig sein.

Für die  Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E:

  • Gültigen Personalausweis bzw. Pass
  • Ein aktuelles biometrisches Lichtbild (35 x 45 mm)
  • Kopie des ausländischen Führerscheins. Der ausländische Führerschein muss zum Zeitpunkt der Beantragung der Umschreibung noch gültig sein.
  • Bescheinigung über Ausbildung in Erster Hilfe
  • Für die Klassen D1, D, D1E, DE: Führungszeugnis zur Vorlage bei der Behörde (Belegart "OB"), nicht älter als 6 Monate

Hinweise:
Der deutsche Kartenführerschein wird zentral durch die Bundesdruckerei in Berlin hergestellt; sobald er vorliegt, werden Sie schriftlich benachrichtigt.

Die Abholung ist sowohl persönlich aber auch durch Bevollmächtigte möglich.

Zur Bevollmächtigung sind folgende Unterlagen nötig:

  • Schriftliche Vollmacht (siehe unten)
  • Ihr Pass oder Personalausweis
  • Ein Ausweisdokument des Bevollmächtigten
  • Bei Aushändigung des deutschen Kartenführerscheines muss der ausländische Führerschein endgültig abgegeben werden

Öffnungszeiten und Infotelefon

  •  Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr
  •  Mittwoch von 13:30 bis 18:00 Uhr

Zentrales Infotelefon: 07131 994-450
Neuerteilung nach Entzug oder Verzicht:
07131 994-1010