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Zutritt zum Landratsamt

Besuche im Landratsamt sind derzeit nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Ausnahme ist die Kfz-Zulassungsstelle, hier muss jedoch mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Bitte informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Bereichen. Außerdem besteht weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Maske (mindestens OP-Maske), wobei Personen ab 18 Jahren bevorzugt das Tragen einer FFP2-Maske bzw. einer Maske mit vergleichbarem Standard (beispielsweise KN95, N95, KF94, KF95) empfohlen wird.

Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine

Vor dem Gebäude des Landratsamtes wehen drei Flaggen
Quelle: Landratsamt Heilbronn

Die Nachrichten und Bilder, die uns täglich aus der Ukraine erreichen, sind schockierend. Panzer, die durch die Straßen rollen, zerstörte Städte, Menschen, die auf der Flucht sind und ihre Liebsten teilweise zurücklassen müssen. Wir beobachten die weitere Entwicklung mit großer Sorge und wollen deshalb – wo es möglich ist – Unterstützung leisten.

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. 

Ласкаво просимо до Німеччини - Willkommen in Deutschland

Вам потрібна інформація та допомога, житло чи медичне обслуговування?

www.germany4ukraine.de/hilfeportal-ua

Mit dem Hilfe-Portal "Germany4Ukraine" bietet die Bundesregierung ukrainischen Geflüchteten eine zentrale und vertrauenswürdige digitale Anlaufstelle.

Was passiert nach der Einreise?

Ukrainische Geflüchtete mit Hinwendungsort in Baden-Württemberg (Verwandte, Bekannte) können dort vorerst bleiben. Folgendes Vorgehen ist nun zu beachten:

  • Anmeldung am Wohnort:
    Bitte melden Sie sich beim Rathaus Ihres Wohnortes (Einwohnermeldeamt) an. Die Anmeldung ist wichtig für die Registrierung bei der Ausländerbehörde, die Beantragung von Leistungen und die Schulplatzvermittlung.

  • Postalische Erreichbarkeit sicherstellen:
    Bitte bringen Sie Ihren Namen am Briefkasten der Meldeadresse an, sodass Post seitens der Behörden und anderer Stellen ankommt. Oder geben Sie bei der Anmeldung einen alternativen Zustellungsempfänger an.

  • Antragstellung für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bei Hilfebedürftigkeit
    Geflüchtete aus der Ukraine sind bei Hilfebedürftigkeit in der Regel leistungsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Weitere Informationen finden Sie unter „Welche Hilfen erhalten Geflüchtete?“

  • Registrierung bei Ausländerbehörde:
    Nach einer erfolgten Anmeldung beim Einwohnermeldeamt werden Sie wegen der Registrierung und der Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis vonseiten der Ausländerbehörde angeschrieben.
    Wegen der derzeitigen Terminauslastung bitten wir Sie, für die Aufenthaltserlaubnis und die hiermit verbundene Arbeitserlaubnis nicht selbst einen Termin zu vereinbaren. 

Ukrainische Geflüchtete, die momentan keine Unterkunft haben, können z. B. unter www.unterkunft-ukraine.de auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch nach einer privaten Unterkunft suchen. Mehrsprachige Informationen zur Wohnungssuche stellt u. a. www.handbookgermany.de bereit.

Geflüchtete, die bereits im Landkreis angekommen sind und hier keine private Unterkunft haben/finden, können in einer gemeinschaftlichen Unterbringung des Landkreises aufgenommen werden. Das Landratsamt sowie die Städte und Gemeinden sind zudem bemüht, bei der Vermittlung in ein privates Wohnraumangebot zu unterstützen. Im Bedarfsfall können Sie sich per Mail an unterbringungundverwaltung@landratsamt-heilbronn.de wenden.

Bitte beachten Sie, dass dem Landkreis und den Städten und Gemeinden nicht unbegrenzt Wohnraum zur Verfügung steht. Bei der gemeinschaftlichen Unterbringung durch den Landkreis Heilbronn bestimmt der gesetzliche Rahmen des Flüchtlingsaufnahmegesetzes die Größe und den Standard der Unterkunft. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, sich selbst eine eigene Wohnung zu suchen und die gemeinschaftliche Unterbringung wieder zu verlassen.

Für die Einreise mit Hunden, Katzen und Frettchen aus Nicht-EU-Ländern gelten normalerweise strenge Bestimmungen. Aufgrund der aktuellen Situation haben die EU-Mitgliedstaaten für die Einreise von Heimtieren aus der Ukraine vorübergehend erleichterte Bedingungen geschaffen. Die Einreisenden werden gebeten, sich mit der lokalen Veterinärbehörde in Verbindung zu setzen, um den Gesundheitsstatus des Tieres im Hinblick auf die Tollwut bestimmen und ggf. Maßnahmen einleiten zu können (Isolierung, Antikörper-Titer Bestimmung, Tollwut-Impfung, Mikrochipping, Ausstellung Heimtierausweis).

Weitere Infos zur Einreise mit Haustieren aus der Ukraine (Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Russisch) finden Sie hier.

Für Schülerinnen und Schüler besteht die Schulpflicht erst 6 Monate nach dem Zuzug aus dem Ausland. Das Recht auf Bildung erlangen sie dessen ungeachtet sofort. 

Für geflüchtete ukrainische Kinder gilt bis auf Weiteres folgendes Verfahren:

  • Grundschule (6 - 10 Jahre):
    Bei Zuzug von Kindern im Grundschulalter (6 - 10 Jahre) informiert das Einwohnermeldeamt die Grundschule im Schulbezirk über den Zuzug. Die zuständige Grundschule schreibt die ukrainischen Familien an und lädt zur Schulanmeldung ein.

  • weiterführende Schule (11 - 14 Jahre):
    Bei Zuzug von Kindern im Sekundarschulalter (11 – 14 Jahre) informiert das Einwohnermeldeamt die jeweilige koordinierende Schule. Diese Schule schreibt die ukrainischen Familien an und lädt zur Schulanmeldung ein oder vermittelt an eine benachbarte Schule, ggf. auch anderer Schulart.
    Zur Fortführung des Bildungswegs von ukrainischen Kindern und Jugendlichen der Klassenstufe 5 bis 11 im Ausland stellen die ukrainischen Behörden ein umfassendes Fernlernangebot zur Verfügung. Falls individuell keine Internet-Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, können diese ggfs. auch von den örtlichen Schulen bereitgestellt werden. Bitte dazu die jeweiligen Schulen vor Ort kontaktieren. Infos zu den Bildungsressourcen in ukrainischer Sprache gibt es hier, in englischer Sprache hier

  • Berufsschule (ab 15 Jahre):
    Schulpflichtige ab 15 Jahre werden von der Geschäftsführung der beruflichen Schulen zum Thema Schulbesuch kontaktiert. 
    • Jugendliche, die im Laufe des Schuljahres kommen, werden nach Möglichkeit in bestehende VABO-Klassen integriert. Die Anmeldung kann auch direkt bei der VABO-Koordinatorin Frau Isabell Karle, Peter-Bruckmann-Schule, Alfred-Finkbeiner-Straße 2, 74072 Heilbronn, Tel.: 07131 39043303, Isabell.Karle@verwaltung.pbs-hn.de, erfolgen.
    • Bei guten Schulleistungen können die Schülerinnen und Schüler im Anschluss den Hauptschulabschluss, den mittleren Abschluss oder das Abitur/die Fachhochschulreife erlangen.

Weitere Informationen zum Schulbesuch geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine finden Sie:

Bitte wenden Sie sich an das Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst. 

Das Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst berät und unterstützt Sie. Außerdem prüft das Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst, ob Sie die Erziehungsbefugnis für das Kind haben oder ob es sich um ein als im rechtlichen Sinn unbegleitet eingereist einzuordnendes Kind handelt, dessen gesetzliche Vertretungsbefugnis bzw. ggf. Unterbringung zu regeln ist. Bei Bedarf sorgt das Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst für die Vermittlung entsprechender Hilfen bzw. die Vermittlung an geeignete Stellen. Kann das Kind nicht bei Ihnen verbleiben, kümmert sich das Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst um die weitere Versorgung des Kindes in einer Pflegefamilie oder Jugendhilfeeinrichtung.

Die Ansprechperson im Jugendamt Allgemeiner Sozialer Dienst für Ihrem Wohnort sowie deren Kontaktdaten finden Sie hier oder Sie wenden sich an das Sekretariat des Jugendamts Allgemeiner Sozialer Dienst unter der Rufnummer 07131 994-352. 

Welche Leistungen erhalten Geflüchtete?

Geflüchtete aus der Ukraine sind bei Hilfebedürftigkeit in der Regel leistungsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Ab dem 1. Juni 2022 sollen Geflüchtete, die den vorübergehenden Schutzstatus erhalten, Leistungen nach dem SGB II bzw. SGB XII erhalten und damit nicht mehr auf Leistungen des AsylbLG angewiesen sein. 

Im Folgenden finden Sie weitere Infos zu den verschiedenen Leistungen sowie zur hierfür erforderlichen Antragstellung.

Bitte beachten Sie, dass zur Zeit sehr viele Anträge für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz eingehen. Die Leistungen werden in der Regel rückwirkend ab Hilfeersuchen bzw. Antragstellung gewährt. In sehr dringenden Fällen, in denen unmittelbar medizinische Leistungen erbracht werden müssen oder ein finanzieller Vorschuss erforderlich ist, wenden Sie sich bitte über die Ukraine-Hotline (07131 994-1140) an die Leistungsbehörde.

Weitere Informationen zu Leistungen für Geflüchtete nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie das entsprechende Antragsformular finden Sie hier.

Bitte fügen Sie dem Antrag eine Kopie der Meldebescheinigung sowie eine Kopie des Passes/der Pässe bei.

Die Antragstellung ist vorab per Mail an leistung-asyl@landratsamt-heilbronn.de möglich. Das Original muss nachgereicht werden (Postweg oder Einwurf im Briefkasten des Landratsamtes).

Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) können Sie erhalten, wenn Sie

  • erwerbsfähig und hilfebedürftig sind,
  • mind. 15 Jahre alt sind und das Rentenalter noch nicht erreicht haben und
  • Ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Voraussetzung für Geflüchtete aus der Ukraine ist nach aktuellem Stand zudem

  • eine Registrierung im Ausländerzentralregister und
  • die Vorlage einer aufgrund der Registrierung ausgestellten Fiktionsbescheinigung oder eines Aufenthaltstitels nach § 24 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). 

Leistungen nach dem SGB II werden auf Antrag erbracht. Melden Sie sich deshalb so früh wie möglich bei Ihrem Jobcenter. Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie hier.

Leistungen nach dem SGB XII erhalten unter anderem Personen, die 

  • die Regelaltersgrenze erreicht haben oder
  • das 18. Lebensjahr vollendet haben und dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.

Voraussetzung für Geflüchtete aus der Ukraine ist nach aktuellem Stand zudem

  • eine Registrierung im Ausländerzentralregister und
  • die Vorlage einer aufgrund der Registrierung ausgestellten Fiktionsbescheinigung oder eines Aufenthaltstitels nach § 24 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). 

Leistungen nach dem SGB XII werden auf Antrag gewährt. Weitere Informationen sowie das Antragsformular zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung finden Sie hier.

Welche sonstigen Hilfen erhalten Geflüchtete?

Ukrainische Geflüchtete können eine Zulassung zum Integrationskurs unter Vorlage des erteilten Aufenthaltstitels oder einer Fiktionsbescheinigung beantragen. Wenn eine Ausländerbehörde (ABH) kurzfristig weder einen Aufenthaltstitel noch eine Fiktionsbescheinigung ausstellen kann, können behelfsweise auch formlose Bescheinigungen der ABH als Nachweis anerkannt werden. Der Antrag kann bei der für den Wohnort zuständigen Regionalstelle des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Friedrich-List-Str. 3, 38820 Halberstadt) oder über die Träger der Integrationskurse eingereicht werden. Die Sprachkursträger unterstützen bei Bedarf bei der Antragstellung (zum Antragsformular). Integrationskurse werden auf dem Suchportal „BAMF Navi“ veröffentlicht: https://bamf-navi.bamf.de/de/

Bis zur Erteilung einer Teilnahmeberechtigung/-verpflichtung für Integrationskurse gibt es weitere Möglichkeiten Deutsch zu lernen: 

  • Der Landkreis Heilbronn bietet kostenfreie Erstorientierungskurse (A1) an. Informationen und Kursdaten finden Sie hier. Für weitere Informationen zu Sprachkursformaten: E-Mail an deutschkurse@landratsamt-heilbronn.de

  • Der Sprachkursträger tricos GbR bietet kostenfreie Deutschkurse für ukrainische Geflüchtete an. Für weitere Informationen und Kontaktaufnahme: E-Mail an helpukraine-hn@tricos-gbr.de

  • Die Website der Deutschen Welle (dw.com) und deutschakademie.de bieten kostenlose Online-Deutschkurse an, um selbstständig Deutsch zu lernen. Die Websites gibt es auch in ukrainischer Übersetzung.

Help Ukraine Ticket (Deutsche Bahn)
Die Deutsche Bahn bietet ukrainischen Geflüchteten die Möglichkeit, mit ihrem ukrainischen Pass/ID bis Berlin, Dresden, Nürnberg oder München zu fahren. Es ist keine Fahrkarte notwendig.
Wenn die Betroffenen anschließend mit einem Fernverkehrszug (ICE, TGV, RJX, IC/EC) weiterreisen wollen, erhalten sie im DB Reisezentrum oder in einer DB Agentur ein kostenfreies „helpukraine“-Ticket. Nahverkehrszüge können ohne Fahrkarte allein mit einem Ausweisdokument genutzt werden.
Details und aktuelle Informationen (auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch): www.bahn.de/info/helpukraine

Kostenlose Nutzung des HNV
Geflüchtete Menschen aus der Ukraine können seit dem 3. März 2022 kostenlos mit allen Bussen und Bahnen im HNV fahren. Als Fahrausweis dienen entweder "0-Euro-Fahrausweise", wie sie von der DB AG im Fernverkehr ausgestellt werden oder gültige ukrainische Ausweisdokumente. Die Regelung gilt bis auf Widerruf.
Infos hierzu finden Sie unter www.h3nv.de

Ukrainische Flüchtlinge können sich bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten erkundigen und dort auch einen Kindergartenplatz anmelden. Der Vergabe der Kindergartenplätze erfolgt nach den vor Ort geltenden Vergabekriterien.

Bei der Suche nach einer Kindertagespflegeperson hilft das Landratsamt Heilbronn, Fachdienst Kindertagesbetreuung, weiter. Die zuständigen Fachkräfte finden Sie hier.  

Welche Beratungsangebote gibt es für Geflüchtete?

Das Justizministerium Baden-Württemberg hat eine Hotline für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet. Die Hotline ist mit russisch und ukrainisch sprechenden Mitarbeitenden besetzt und montags bis freitags zwischen 8:30 Uhr und 17 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 70 22 500 erreichbar. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Fragen rund um das Leben in Deutschland können privat untergebrachte ukrainische Geflüchtete bei Bedarf einen Termin zur Sprechstunde bei der Sozialberatung im Landratsamt vereinbaren. Die Terminvereinbarung erfolgt online hier.

Junge Menschen aus der Ukraine bis 27 Jahre können Beratung und Begleitung durch die Jugendmigrationsdienste (JMD) in Anspruch nehmen. Mehrsprachige Informationen finden Sie hier.

Unabhängig von ihrem aktuellen Aufenthaltsort können sich Hilfesuchende über das Onlineberatungsportal jmd4you.de kostenlos beraten lassen. Die JMD helfen dort per E-Mail oder Chat in verschiedenen Sprachen weiter, darunter Russisch und Englisch.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Beratungsmöglichkeiten und weiteren Unterstützungsangeboten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Ebenfalls online ist ein Anmeldebogen für die Stellensuche. 

Für Geflüchtete aus der Ukraine wurde zudem eine Sonderhotline eingerichtet. Mitarbeitende der Bundesagentur für Arbeit geben Informationen zur Arbeits- und Ausbildungssuche in russischer und ukrainischer Sprache.

Die Hotline ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr unter der Servicerufnummer 0911 178 7915 erreichbar. Der Anruf ist nicht gebührenfrei, es fallen Gebühren für einen Anruf ins deutsche Festnetz an. 

Die Hotline ist erste Anlaufstelle für geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die Interesse an einer Arbeitsaufnahme oder einer Ausbildung haben. Schwerpunkte bei der Information sind die Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse und der Zugang zu Sprachkursen.

Die bundesweiten Hilfetelefone des Bundesfamilienministeriums Gewalt gegen Frauen und Schwangere in Not bieten Beratung auch in Russisch an, sodass Ratsuchende aus der Ukraine, wo Russischkenntnisse weit verbreitet sind, informiert und unterstützt werden können. Beim Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch finden Sie Beratung und eine erste Anlaufstelle zum Thema Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.

Wie kann ich helfen?

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft, Geflüchteten aus der Ukraine helfen zu wollen!

Geldspenden an seriöse Hilfsorganisationen sind derzeit die beste Hilfe. Wer Geld spenden möchte, kann dies am besten über die bekannten großen Hilfsorganisationen (zum Beispiel Deutsches Rotes Kreuz) oder die „Aktion Deutschland Hilft“ tun. Hier wird schnell und koordiniert geholfen und das Geld kommt dort an, wo es gebraucht wird. Eine Übersicht des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen zu vertrauenswürdigen Organisationen ist hier abrufbar.

Sachspenden sollten nur im Falle einer konkreten Aufforderung einer seriösen Hilfsorganisation geleistet werden, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits Sachspenden in großer Zahl bei den Behörden und Stellen vor Ort eingegangen.

Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus dem Landkreis können sich mit ihren Anliegen zur Ukraine auch an die Anlaufstellen bei der Caritas und der Diakonie wenden. Hier werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Hilfsangebote und Spenden sowie die Vermittlung von privatem Wohnraum so gut wie möglich gebündelt. Die Ansprechpersonen und Kontaktdaten finden Sie auf dieser Seite unter "Kontakte für Haupt- und Ehrenamtliche".

Wie viele Menschen genau zu uns kommen werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Klar ist aber, dass wir diesen Menschen eine sichere Unterkunft im Landkreis Heilbronn bieten möchten. Deshalb bereiten sich das Landratsamt und seine 46 Kommunen in engem Schulterschluss darauf vor, Geflüchtete aus der Ukraine unterzubringen. Hier sind wir auch auf die Mithilfe der Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises angewiesen. 

Wenn Sie über leerstehenden Wohnraum verfügen (Wohnungen, Ferienunterkünfte, einzelne Zimmer etc.), wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeindeverwaltung. Alternativ können Sie Ihr Angebot auch unter https://unterkunft-ukraine.de/ melden.

Kennen Sie größere bestehende Immobilien oder Hallen mit einer Gesamtmindestfläche von ca. 150 qm, ist das Landratsamt für Ihre Hinweise dankbar. Bereits vorhandene Versorgungseinrichtungen, wie Sanitäranlagen und Strom, wären wünschenswert. Angebote zu Mietobjekten werden per E-Mail unter wohnraumsuche@landratsamt-heilbronn.de entgegengenommen. Zur Meldung von geeigneten Objekten ist ein Formular unter "Downloads" abrufbar.

Wenn bei Ihnen bereits Personen privat organisiert untergekommen sind, bitten wir darum, sich beim örtlichen Einwohnermeldeamt zu melden, um die Personen ausländerrechtlich zu registrieren. 

Sie sind an der Aufnahme einer/eines unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten aus der Ukraine in Ihrer Familie interessiert, um diesem kurzfristig und auf Zeit ein sicheres und liebevolles Zuhause zu bieten? Bitte wenden Sie sich an das Jugendamt Besondere Dienste, Pflegekinderfachdienst. 

Der Pflegekinderfachdienst informiert über die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zur Aufnahme eines Pflegekindes. Interessierte Bewerber/innen werden durch den Pflegekinderfachdienst überprüft, geschult und beraten. 

Die Ansprechperson im Jugendamt Besondere Dienste, Pflegekinderfachdienst für Ihren Wohnort sowie deren Kontaktdaten finden Sie hier oder Sie wenden sich an das Sekretariat des Besonderen Sozialen Dienstes unter der Rufnummer 07131 994-493. 

Im Landkreis ist derzeit eine große Hilfsbereitschaft für die Menschen in der Ukraine spürbar. Dieses Engagement der Landkreiseinwohnerinnen und -einwohner ist beeindruckend und sehr lobenswert. Die Menschen aus der Ukraine bei uns sicher unterzubringen und zu versorgen steht dabei im Vordergrund. Wichtig ist deshalb bei allen Aktionen ein koordiniertes Vorgehen, um die bereits laufenden Hilfen nicht zu erschweren. Abholaktionen von geflüchteten Menschen in Polen oder Berlin sind deshalb aktuell nur dann empfehlenswert, wenn bereits eine konkrete Unterbringungsmöglichkeit vorliegt (z.B. bei Freunden, Bekannten oder privat organisierten Unterkünften).

Wenn bereits Personen privat organisiert untergekommen sind, bitten wir darum, sich beim örtlichen Einwohnermeldeamt zu melden, um die Personen ausländerrechtlich zu registrieren.

Für die Beschulung geflüchteter ukrainischer Schülerinnen und Schüler und zu deren Unterstützung können sich u.a. Pensionäre, ausgebildete Lehrkräfte (auch aus der Ukraine oder anderen Nationen), Studierende, Personen mit pädagogischer Vorbildung, Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere Freiwillige mit entsprechenden Vorerfahrungen auf dem Portal lobw.kultus-bw.de/lobw/Vpo melden. Nach der Registrierung werden Qualifikationen, wie z.B. eine vorherige Lehramtsausbildung, und die Sprachkenntnisse abgefragt sowie die Wünsche für einen Einsatzort erfasst. Das Portal gilt für alle Schularten.

Bei technischen Problemen hilft das Service Center Schulverwaltung unter der Telefonnummer 0711 89246-0. Personen, die sich auf dem Portal erfolgreich registriert haben, werden gebeten, ihre persönliche VPO-Nummer im Anschluss zur Prüfung und Freischaltung des Profils bei Patricia Berggold im Staatlichen Schulamt zu melden (Tel. 07131/64-37747, patricia.berggold@ssa-hn.kv.bwl.de). Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Landratsamt sucht engagierte Personen, die sich vorstellen können, Kinder zu betreuen, während ihre Eltern Sprachkurse besuchen. Es sind keine pädagogischen Vorqualifikationen erforderlich. Die Tätigkeit wird mit 10 Euro je Unterrichtseinheit (à 45 Minuten) vergütet. 

Die Sprachkurse finden an je drei Vormittagen pro Woche statt:

  • Möckmühl: Start am 26. April, jeweils Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12:15 Uhr
  • Bad Friedrichshall: Start am 2. Mai, jeweils Montag, Dienstag und Mittwoch von 9 bis 12:30 Uhr

Interessierte können sich telefonisch an 07131 994-8471 oder per Mail an deutschkurse@landratsamt-heilbronn.de wenden.

Um die Herausforderungen der kommenden Zeit zu meistern, wird sich das Landratsamt in den kommenden Wochen auch personell verstärken müssen. Auf dem Bewerberportal des Landkreises unter www.willkommen-im-kreis.hn werden deshalb zeitnah neue Stellen ausgeschrieben. Das Landratsamt freut sich über motivierte Bewerberinnen und Bewerber, die sich einbringen und unterstützen möchten.

Wo finde ich weitere Informationen und Ansprechpersonen?

Für Fragen rund um das Thema Geflüchtete aus der Ukraine hat das Landratsamt eine Info-Hotline unter der Nummer 07131 994-1140 eingerichtet. Die Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen 13:30 und 16 Uhr erreichbar.  

Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus dem Landkreis können sich mit ihren Anliegen zur Ukraine auch an die Anlaufstellen bei der Caritas und der Diakonie wenden. Hier werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Hilfsangebote und Spenden sowie die Vermittlung von privatem Wohnraum so gut wie möglich gebündelt. 

Caritas Heilbronn-Hohenlohe
Daniel Anselm
Mobil: 0176 18980961
E-Mail: anselm.d@caritas-heilbronn-hohenlohe.de

Diakonie Heilbronn
E-Mail: fluechtlingshilfe@diakonie-heilbronn.de

Bitte senden Sie Ihre Nachricht nur an eine Mailadresse. Die Angebote und Fragen werden von der Caritas und der Diakonie zusammen bearbeitet. Doppelte Mails erschweren die Koordination und die Arbeit. 

Für rechtliche Fragen können Sie sich an die Migrationsberatung wenden: 

Migrationsberatung für Erwachsene (Caritas)
Tel.: 07131 741 - 9000
E-Mail: migrationsberatung@caritas-heilbronn-hohenlohe.de 
Homepage

Migrationsberatung für Erwachsene (DRK)
Tel.: 07131 6236 - 27 
E-Mail: mbe@drk-heilbronn.de 
Homepage

Migrationsberatung für Erwachsene (Diakonie)
Tel.: 07131 96 44 - 801 
E-Mail: mbe@diakonie-heilbronn.de
Homepage

Jugendmigrationsdienst (IN VIA)
Tel.: 07131 741 - 1700
E-Mail: jmd.heilbronn@invia-drs.de 
Homepage

Jugendmigrationsdienst (Diakonie)
Tel.: 07131 / 96 44 - 800  
E-Mail: jmd@diakonie-heilbronn.de 
Homepage

Das Bundesfamilienministerium hat eine Melde- und Koordinierungsstelle zur Aufnahme ukrainischer Waisenhäuser und Kinderheime eingerichtet. Die SOS-Meldestelle, betrieben von SOS-Kinderdorf e.V., ist unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-1260612 täglich von 8 bis 19 Uhr erreichbar. Sie informiert Einrichtungen, Organisationen und Privatpersonen, die die Aufnahme evakuierter Heim- und Waisenkinder aus der Ukraine in Deutschland organisieren über das Verteilverfahren und die zuständigen Stellen in den Bundesländern und nennt Ansprechpartnerinnen und -partner. Fragen Gruppen ukrainischer Heim- und Waisenkinder auf dem Weg nach Deutschland von sich aus an, vermittelt die Meldestelle sie auch direkt dorthin, wo es freie Kapazitäten gibt. Weitere Informationen sind auf der Webseite der SOS Meldestelle unter https://www.sos-kinderdorf.de/meldestelle-ukraine abrufbar.

Informationen zu Corona in ukrainischer Sprache finden Sie hier.

Zuständiges Amt

Migration und Integration

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Lerchenstraße 40
74072 Heilbronn